weitere Möglichkeiten, die Hilfe für HSH e.V. zu fördern

Mammadou (Hilfe für HSH e.V.)

Es gibt die Momente, bei denen wir einfach wissen, dass da zwei aufeinander gewartet haben: Ich bekam einen Anruf einer lieben Bekannten, an die wir schon einige unserer Schützlinge vermittelt haben. Die Dame rief mich an und meinte, dass ihr jetziger HSH 17jährig verstorben wäre und sie zu gerne seinen Platz an einen unserer Schützlinge vererben würde. Mir schoss sofort „Mammadou“ in den Kopf – perfekt in ihren Besonderheiten für die besonderen Gegebenheiten der Dame. Und so zog Mammadou am 28.06.2021 in ihr neues Zuhause und mit Überschreiten der Türschwelle war es für beide so, als hätte sie immer schon dort gelebt. Es passt einfach perfekt und regelmäßig bekommen wir Meldung, wie glücklich beide miteinander sind.

Mammadou (Hilfe für HSH e.V.) Name: Mammadou
Rasse: Sarplaninac 
Alter: geb. ca. 2013
Geschlecht: weiblich, kastriert
Besonderheiten: sehr verschmust, lieb, mit Rüden verträglich

update Juli 2021
Mammadou ist nun „rundererneuert“. Hier kommt es weniger auf eine Verschönerung an (wunderschön ist sie doch ohnehin schon 😉 ), als darauf, dass gesundheitlich alles getan wurde, damit sie ihr Leben voll und ganz genießen kann und nicht an ihren Erkrankungen stirbt. Und dazu war einiges zu tun: die monatelange Herzwurmbehandlung, die Zahn-OP und die OP an den Gesäugeleisten, um die dortigen Tumore zu entfernen. Mammadou war ein wundervoller Patient, super geduldig und zu allem bereit, bedeutete dies doch für sie weitere liebevolle Berührungen und Aufmerksamkeit. Wenn man sieht, wie Mammadou nach Liebe lechzt, super geduldig und lieb ist und man bedenkt, dass sie zuvor auf der Straße gelebt hatte und sie sehen musste, wie immer wieder ihre Kinder erschlagen worden sind, dann kann man nur den Hut ziehen vor ihrer Liebenswürdigkeit und Vertrauen.

Es macht uns aber auch traurig, wenn wir an die ganzen „Mammadous“ da draußen denken, und an die unwissenden, aber so extrem fatalen Sprüche, die jeden Herdenschutzhund verurteilen und als gefährlich brandmarken. So viele sind blind und sehen nicht, was in diesen Hunden wirklich schlummert, sie haben nur die Bezeichnung „Herdenschutzhund“ im Kopf und reduzieren den gesamten Hund auf eine Bewachung von Herden. Wenn man jedoch vorurteilsfrei sich auf diese Wesen einlässt, hinter ihr Verhalten schaut und mit Wissen und Herz auf sie eingeht, erst dann kann man diesen besonderen Wesen gerecht zu werden…. und da steht definitiv NICHT eine Herde an erster Stelle! Wir helfen von Herzen gerne, diese Hund ins rechte Licht zu rücken und ihnen Lebensqualität zu geben.

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Mammadou kam mit ihrem Sohn Kichiro zu uns. Sie lebte lange auf der Straße, es wird berichtet, dass ihre Welpen immer erschlagen wurden. Einzig ihr Sohn Kichiro aus dem letzten Wurf hat überlebte. Unverstellbar, was Mammadou erleben musste und von daher war es selbstverständlich, dass wir keinen der beiden zurücklassen konnten: wir nahmen beide auf. Das Glück der beiden zu sehen, endlich in Sicherheit zu sein, ist immer überaus berührend. Mammadou ist eine wirklich Mama… wehe, man schaut ihren Sohn mal ernster an, weil er gerade wieder Blödsinn ausheckt – dann stellt sie sich sofort dazwischen, bleibt aber immer noch lieb.

Mammadou würde am liebsten den ganzen Tag gekuschelt werden, sie drückt sich in ihre Menschen hinein und saugt all die Liebe auf. Wirklich begeistert ist sie von neuen Hundekontakten nicht, lässt sich aber sehr wohl vergesellschaften und lebt bei uns zur Zeit mit Panchen zusammen.

Aktuell befindet sich Mammadou noch in medizinischer Behandlung: sie hat Herzwürmer (Behandlung ist Mitte November abgeschlossen), ihre Zähne werden noch saniert und Knoten aus der Gesäugeleiste entfernt. Diese OPs sind jedoch erst nach erfolgter Herzwurmbehandlung möglich.

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