Mercy

Mercy – Wuschelfell und Löwenherz.
Wie so oft hören wir die Geschichten von Hunden, die einfach „entsorgt“ werden, weil kein Platz oder kein Interesse vorhanden ist. So erging es auch Mercy. Sie und ihre drei Geschwister wurden gerade noch rechtzeitig in einem Abwasserkanal entdeckt. Ihr Besitzer, ein Schäfer, hatte keinerlei Interesse an den Welpen – also wurden sie kurzerhand sich selbst überlassen.
Die vier kleinen Hunde wurden damals ins Tierheim gebracht und kamen so bereits im zarten Welpenalter in die L.I.D.A. – ohne Chance auf einen behüteten Start ins Leben. Und Mercy wartet immer noch…wartet auf ihre Familie da draußen.
Mercy teilt sich das Gehege mit ihrer Schwester Monty sowie zwei Rüden. Die vier Hunde bilden eine eng verbundene kleine Gruppe, geben einander Halt und orientieren sich stark aneinander. Der Alltag im Tierheim ist monoton, Tag für Tag identisch. Es gibt kaum Abwechslung und nur wenig menschliche Nähe. So warten sie – immer wieder und immer weiter – auf ein Leben außerhalb der Gitter: ein Zuhause, in dem sie gesehen, verstanden und geliebt werden.
Mercy ist die größere, hellere und etwas sanftere der beiden Schwestern. Zwischen den Hunden in diesem Gehege strahlt sie Ruhe aus und gibt ihren Gefährten Sicherheit. Sie ist eine Beobachterin: freundlich, sensibel und stets bemüht, Harmonie zu bewahren. Beim letzten Besuch im April 2026 waren Mercy und Monty zunächst überschwänglich vor Freude: Sie kamen sofort zu uns, nahmen Leckerlis und wedelten ununterbrochen. Nach der ersten Euphorie wurden beide wieder ruhiger und fanden zu ihrer gewohnten Gelassenheit zurück.
Mercy selbst zeigte sich anfangs etwas zurückhaltender als bei früheren Besuchen, suchte dann jedoch von sich aus den Kontakt. Man spürt deutlich, wie sehr ihr die Zuwendung fehlt – und wie schnell sie sich einem Menschen wieder zuwenden würde, der ihr Aufmerksamkeit schenkt.
Mercy ist eine spannende Kombination zweier sehr unterschiedlicher Charakterzüge. Beide Rassen verbindet jedoch eines: die Fähigkeit, eine tiefe Bindung zum Menschen einzugehen. Welche Eigenschaften bei Mercy später dominieren werden, lässt sich noch nicht sicher sagen.
Ihr Bruder Mexico durfte bereits nach Deutschland ausreisen. Seine Familie berichtet begeistert von seinem unkomplizierten Wesen, seiner Menschenbezogenheit und seiner hohen Verträglichkeit. Wir sind überzeugt, dass auch Mercy dieses liebevolle Wesen in sich trägt.
Mercy hat in ihrem bisherigen Leben eigentlich nichts kennengelernt. Sie kennt nur den Zwinger, ihr kleines Rudel und den Tierheim-Alltag. Sie hat noch nie in einem Haus gelebt und kennt daher weder Stubenreinheit noch das Zusammenleben mit Menschen oder das Alleinbleiben. Wir suchen für sie Menschen, die ihr die Zeit geben, sich in dem neuen Leben einzugewöhnen und ihr dabei die die nötige Orientierung und Sicherheit geben, klar kommunizieren und sie zuverlässig durch ihr neues Leben führen.
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(kastriert)





