Lua

Geboren auf einer Farm in Portugal lebte Lua die ersten Monate mit ihrem Rudel, versorgt mit Essen, jedoch sehr frei. Nach einem halben Jahr schloss sie sich mir langsam an und folgte mir, so hat sie mein Herz erobert und ist seitdem mit mir unterwegs. Ende 2022 sind wir (sehr abrupt) von Portugal zurück in die Schweiz gezogen und leben zu 4, mit meinem Sohn und unserer Hündin Nanuk.
Lua ist tendenziell eher misstrauisch und braucht Zeit und Geduld, um etwas oder jemanden kennenzulernen. Durch ihr selbständiges und selbst denkendes Wesen möchte sie alles verstehen und einschätzen und ist sehr wachsam. Sie schützt unser zu Hause, respektiert jedoch auch die Grenzen und lernte über eine gewisse Zeit, das Kommen und Gehen rundherum zu akzeptieren.
Auf fremde Menschen reagiert sie, wenn sie etwas von uns wollen oder zu uns nach Hause kommen, misstrauisch und möchte sie auf Distanz halten. Nehme ich mir Zeit und gehe mit ihr und der Person spazieren, entspannt sie sich mit der Zeit. Schritt für Schritt fasst sie Vertrauen und akzeptiert diese Person auch im Haus. Hat sie mal Vertrauen gefasst, ist sie sehr fein und schmusig, auch mit meinem Sohn. Mit fremden Hunden ist es ähnlich wie mit Menschen. Sie möchte sie erstmal alles fernhalten, springt in die Leinen und bellt, ist aufgeregt und unsicher. Dieses Verhalten hat sich mittlerweile leider eingespielt.
Lange bin ich mit ihr in Hundekurse gegangen. Dort hatte sie, erst an der Leine, dann im Freilauf, auf einer eingezäunten Wiese ausgesuchte Hundekontakte. Das ging, nach erster Aufregung, immer sehr gut und ihre klare hündische Sprache war auffällig und beeindruckend. Sie lernte auch immer mehr Hunde zu akzeptieren, wie sie sind und ihnen Raum zu geben. Im Alltag hat dies leider nicht viel weitergeholfen. Auch Rudelspaziergänge haben wir regelmäßig gemacht. Doch sie unterscheidet anscheinend zwischen Übungsplatz und Alltag.
Mit anderen Tieren ist es auch dasselbe. Vor unserer eigenen Katze hatte sie großen Respekt. Andere Katzen würde sie lieber jagen, wie auch Wildtiere im Wald. Das ist sie aus ihrer Junghunde Zeit leider gewohnt.
Wir leben mitten im Dorf in einer Wohnung, haben keinen eingezäunten Bereich, so kann sie nie frei laufen. Das würde ich ihr sehr wünschen. Denn sie liebt es draußen zu liegen und die Umgebung zu betrachten. Am liebsten wäre sie immer draußen, wie sie es in Portugal war und würde zuverlässig Auffälligkeiten melden.
Lua kennt ein paar Kommandos und ist grundsätzlich folgsam. Sie hat natürlich ihren eigenen Kopf und fordert von mir, Klarheit und konsequentes dabei zu bleiben, wenn ich etwas von ihr will. Sie kann im Auto mitfahren, sie liebt es nicht, ist es sich aber gewohnt.
In meinem mittlerweile sehr vollen Alltag, alleine verantwortlich, berufstätig und mit Kind, überfordert mich die Begleitung von Lua immer mehr. Deswegen suche ich einen tollen Lebensplatz, wo sie mehr Freiraum hat und ihr Wesen geschätzt wird.
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(kastriert)




