Jimmy

Jimmy wurde vor 3 Jahren als Notfall von uns auf Pflegestelle übernommen. Er hat in dieser Zeit viel gelernt, nur sein eigenes Zuhause hat sich bisher nicht gefunden.
Jimmy wiegt circa 80 Kilo (Stand 09/2026) und braucht daher jemanden, der mit seiner Zugkraft umgehen kann. Er ist mit seinen Menschen extrem kuschelbedürftig und kann inzwischen auch gut mal alleine bleiben. Jimmy geht mittlerweile gut an der Leine, lässt sich ins Maul fassen und an die Pfoten und liebt es die Ohren geputzt zu bekommen. Nägel schneiden und zu langes Bürsten führen schnell zur Flucht, da es überstimuliert. Die Nägel hat er sich bisher gut selber kurz gelaufen und seine Wolfskrallen manikürt er selbst.
Anfangs kannte er gar nichts, war aber von Anfang an stubenrein. Vom Kopf her ist er sehr welpenhaft und will mit allen Hunden erstmal spielen was aufgrund seiner Größe und ungestümen Art oft missverstanden wird. Ein Kennenlernen am Zaun oder beim Spaziergang funktioniert dann gut. Egal ob Malteser oder Berner Sennenhunde, auch das Geschlecht spielt bei ihm keine Rolle. Menschen, die er über Spaziergänge kennenlernt, akzeptiert er nach einigen Tagen und ist dann auch verspielt, verschmust oder in wenigen Fällen reserviert. Dann zeigt er auch deutlich mit Ausweichen und anderen Signalen, dass er Abstand möchte.
Man muss liebevoll und konsequent bleiben und mit Lob und gutem Zureden kommt man sehr weit bei ihm. Mit Leckerlis ist Jimmy auch gut zu motivieren, nur teilen mag er sie ungern da seine Schwester sie ihm öfter mal klaut. Schreien und Schläge in der Vergangenheit haben dazu geführt, dass er Menschen, vor allem Männern, sehr misstraut.
Menschen haben Jimmy früher viel Angst gemacht, mittlerweile geht er ohne Probleme an ihnen vorbei. Leider konnten wir nicht verhindern, dass ein übergriffiger Fremder ihn ungefragt angefasst hat, was von Jimmy mit einem Schnapper abgewiesen wurde. Seit dem ist er das tragen eines Maulkorbs gewöhnt. Auch Kinder machen ihm erstmal Angst. Dass er mit Ihnen besonders vorsichtig sein muss hat er verstanden, trotzdem geht manchmal der Welpe mit ihm durch worauf man gefasst sein muss. Ein Haushalt ohne Kinder bzw älteren Teenagern wäre gut.
Dass er nicht immer melden muss, kann man ihm beibringen. Wer gerne wandert, hat hier einen treuen Begleiter, der gemütlich mitgeht. Ansonsten liegt er 90 Prozent des Tages auf dem Teppich bzw im Gras und döst. Als Zweithund wäre er auch gut geeignet, vor allem mit einem ähnlich großen Hund, wo er auch mal einfach toben kann und der ihm zeigt, wo die Grenze ist. Er liebt Wasser, Pfützen, See oder Fluss. Nur baden (zur Reinigung) eher weniger. Mit Apportieren kann er nichts anfangen. Fangen spielen oder Tauziehen sind eher seins. Er fährt auch längere Strecken mit dem Auto mit.
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(kastriert)



