Fiorenza

Update April 2026
Fiorenza hatte einen schweren Start ins Leben: winzig klein, kaum vier Wochen alt, irrte sie mutterlos umher. Niemand hatte das kleine Hundekind bemerkt – kein Wunder in Sardinien, wo jedes Jahr unzählige Maremmano-Welpen geboren werden. Viele von ihnen sehen sich zum Verwechseln ähnlich: weiß, flauschig, tapsig. Zu viele, um jedem einzelnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die er verdient.
Und doch ist jeder von ihnen ein einzigartiges Wesen. Jeder hat eine eigene Geschichte, ein eigenes Herz, einen eigenen Platz im Leben verdient. Fiorenza hätte leicht unentdeckt bleiben können – doch Touristen fanden sie, nahmen sie behutsam auf und brachten sie zur L.I.D.A., wo sie endlich Sicherheit fand. Für sie ein Glück inmitten vieler, die nicht denselben Zufall erleben.
Seit Ende Januar 2024 lebt Fiorenza nun in der L.I.D.A. in Olbia. Sie teilt sich ihr Gehege mit anderen jungen Hunden und zeigt ein offenes, soziales Wesen. Doch das Tierheim ist voll – besonders von Maremmani. Jahr für Jahr landen dort Welpen, die heranwachsen, größer werden und irgendwann kaum noch auffallen. Einer von vielen, einer von zahllosen weißen Hunden, die still auf ein Wunder warten.
Doch Fiorenza ist nicht „irgendeine“. Sie ist besonders – und das muss endlich jemand sehen. Denn das Tierheim ist kein Ort, an dem ein junger, lebensfroher Hund seine Persönlichkeit entfalten kann.
Fiorenza – ihr Name klingt wie ein Lied. Und so begegnet sie auch der Welt: voller Wärme, Offenheit und einem strahlenden Herzen. Auch bei unserem Besuch im Oktober 2025 hat sie uns sofort in ihren Bann gezogen.
Lebhaft, verspielt, neugierig und zutiefst menschenbezogen – Fiorenza liebt Nähe. Jede streichelnde Hand kostet sie aus, jede Zuwendung lässt sie förmlich aufblühen. Ihre Freude ist ehrlich, ihr Blick voller Vertrauen.
Sie ist klug, selbstbewusst, wachsam und liebevoll. Doch anders als viele ihrer Artgenossen, die sich im Tierheim zurückziehen, sucht Fiorenza aktiv die Verbindung zum Menschen. Sie möchte lernen, möchte erleben, möchte endlich ein Zuhause haben, in dem sie wachsen darf.
Für sie wünschen wir uns ein liebevolles Umfeld, idealerweise ein Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten und Menschen, die bereit sind, ihre starke, sensible und treue Seele zu begleiten.
Fiorenza hat trotz ihres schwierigen Beginns eine wunderbare Entwicklung genommen. Doch sie ist im Tierheim unsichtbar geworden – umgeben von dutzenden Hunden, die sich alle so ähnlich sehen, dass kaum jemand den einzelnen Charakter dahinter erkennt.
Ihre Welt ist bisher klein: Sie kennt weder das Leben in einem Haus noch Spaziergänge an der Leine, die Ruhe beim Warten oder das Alleinbleiben. All das darf sie noch lernen – mit Geduld, Liebe und der Zeit, die nur ein echtes Zuhause schenken kann.
Es ist jetzt Zeit für Fiorenza. Zeit, gesehen zu werden. Zeit, nicht länger eine von vielen zu sein, sondern ein geliebtes Familienmitglied. Wer ihr eine Chance gibt, bekommt eine treue Gefährtin, die mit ihrem großen Herz und ihrer Lebensfreude jeden Tag heller macht.
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Fiorenza ist eine bildhübsche Junghündin. Bei unserem Besuch im Gehege zeigte sie sich zutraulich und genoss die Streicheleinheiten sehr. Die Hunde in der Gruppe suchen Kontakt zu ihr, sie ist sehr sozial und gut integriert. Dabei gehört sie zu den Lebhaften unter den Hunden, kann aber auch gut zur Ruhe kommen. Fiorenza ist ein Maremmano-Mischling mit etwas längerem, weichen, weißen Fell. Sie wird voraussichtlich eine große Hündin mit einer Schulterhöhe von um die 60 cm werden. Als Maremmano-Mischling hat Fiorenza sehr wahrscheinlich die Veranlagung, ihr Territorium und ihre Familie zu bewachen und wird durch ihr Streben nach Eigenständigkeit und Autonomie auffallen. Maremmano sind jedoch auch Hunde, die sich sehr stark an ihren Menschen binden. Welche Ausprägung die rassetypischen Verhaltensweisen des Maremmano bei Fiorenza haben werden, lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.
Fiorenza ist mit nur vier Wochen ins Tierheim gekommen und hat sich dafür sehr gut entwickelt. Aber sie kann im Tierheim keine Erfahrungen machen und nichts lernen. Sie sollte so schnell wie möglich die Chance erhalten, ein normales Junghundeleben zu führen, wo ihr in kleinen Schritten ihre neue Lebensumgebung nähergebracht wird. Sie ist noch nicht stubenrein, kennt keine Spaziergänge an der Leine und kann auch noch nicht alleine bleiben. Fiorenza braucht Menschen, die Zeit haben, einen neugierigen und lebhaften Hund mit Geduld, Liebe und Feinfühligkeit zu führen. So wie wir Fiorenza kennengelernt haben, wird sie schnell lernen und ihre Menschen mit ihrem wunderbaren Wesen und Temperament erfreuen. Für einen Maremmano-Mischling sind uns folgende Voraussetzungen sehr wichtig:
– Möglichst freistehendes Haus mit großzügigem Gartengrundstück, sicher und hoch eingezäunt
– klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind
– hundeerfahrene Menschen
– Menschen, die keine Befehlsempfänger suchen, sondern einen Hund, der sehr selbstständig denkt und handelt
– Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Herdenschutzhund einzugehen
– sie sollte als Familienhund gehalten werden und nicht auf dem Grundstück bleiben müssen.
– tägliche Spaziergänge müssen auf der Tagesordnung stehen.
– ländliche Umgebung
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(kastriert)




