Blaster

neuer Vermitllungstext April 2026
Blaster gehört zu den unzähligen weißen Hunden, die als Welpen in der L.I.D.A. landen – unsichtbar inmitten der Masse. Sie wurde mit ihren Geschwistern Blanche und Birilla im Alter von nur drei Monaten auf dem Grundstück eines Schäfers entdeckt. Sehr wahrscheinlich stammen sie von seinen Maremmani ab und wurden, wie so oft, einfach sich selbst überlassen. Allein hätten die Welpen keine Chance gehabt. So kamen sie in die L.I.D.A. in Olbia – und nun ist Blaster seit Jahren dort.
Das ist ein Tierheim mit mehr als 700 Hunden und 200 Katzen – ein lauter, unruhiger Ort ohne echte Rückzugsmöglichkeiten. Mehrere angrenzende Gehege verstärken den Geräuschpegel zusätzlich. Für einen sensiblen Hund wie Blaster bedeutet das Dauerstress. Sie lebt dort mit zwei weiteren Hunden in einem der größeren Gehege, die beiden anderen sind energetischer, aber auch scheuer als Blaster – was natürlich ansteckend ist.
Blaster ist eine große, wunderschöne Maremmano-Hündin mit hellem, flauschigem Fell, dunklen Augen und einer auffallend sanften Ausstrahlung. Beim Besuch im Oktober 2025 zeigte sie sich wieder etwas zurückhaltender, aber dennoch neugierig und interessiert. Vermutlich lässt sie sich von der Scheu der beiden Hunde, mit denen sie zusammenlebt, anstecken.
Beim letzten Besuch im März 2025 kam sie mehrfach zu uns, suchte vorsichtig Kontakt und ließ sich sogar streicheln – ein deutliches Zeichen dafür, dass sie lediglich die richtige Umgebung braucht, um aufzutauen. Blaster schnüffelte dort, wo wir standen, hielt immer wieder Blickkontakt und war erkennbar bereit, mehr über uns zu erfahren. In ihr steckt ein Herz, das sich öffnen möchte – sie braucht nur die richtigen Menschen, die ihr dafür Zeit geben.
Im Tierheim kann sie sich jedoch kaum weiterentwickeln. Die Betreuung beschränkt sich auf das Nötigste: Futter und Reinigung. Für eine sensible Hündin wie Blaster, die das Vertrauen in kleinen und wichtigen Schritten aufbaut, ist jeder weitere Monat dort verlorene Lebenszeit.
Sie bringt sie Ruhe, Wachsamkeit, Eigenständigkeit und eine tiefe Bindungsfähigkeit mit. Blaster hat derzeit etwas zu viel auf den Rippen – kein Wunder, denn in der L.I.D.A. wird großzügig gefüttert, um Futterneid und Stress zu vermeiden. Mit Bewegung und einer passenden Ernährung wird sie jedoch schnell wieder zu ihrer idealen Form finden. Wenn das Eis erst einmal gebrochen ist, wird Blaster eine treue, sanfte und zuverlässige Begleiterin – eine Hündin, die man nicht mehr missen möchte.
Ein sicherer, souveräner Ersthund an ihrer Seite wäre für Blaster eine große Hilfe, um den Schritt in ein neues Leben leichter zu gestalten. Da sie fast ihr gesamtes bisheriges Leben im Tierheim verbracht hat, kennt sie keine Wohnung, keine Stubenreinheit, keine Leine und keinen Alltag mit Menschen. Auch Berührungen oder Pflege wie Bürsten sind für sie noch neu.
Blaster braucht Menschen mit Ruhe und Feingefühl, die nichts von ihr erwarten, sondern bereit sind, ihr in ihrem Tempo die Welt zu zeigen. Mit Geduld, Struktur und liebevoller Konsequenz wird sie ihre Schale öffnen und zu einer fröhlichen, vertrauensvollen Hündin heranwachsen.
Speziell für HSH’s empfinden wir folgende Rahmenbedingungen als unabdingbar:
- Möglichst freistehendes Haus mit großzügigem Gartengrundstück, sicher und hoch eingezäunt.
- Klare Menschen, die in ihrer Kommunikation mit dem Hund konsequent und eindeutig sind.
- Hundeerfahrene Menschen
- Menschen, die keine Befehlsempfänger suchen, sondern einen Hund, der sehr selbstständig denkt und handelt
- Menschen, die Vertrauen gegen Vertrauen setzen, um eine intensive Bindung mit dem Herdenschutzhund einzugehen
- Er sollte als Familienhund gehalten werden und nicht auf dem Grundstück bleiben müssen
- Tägliche Spaziergänge müssen auf der Tagesordnung stehen
- Ländliche Umgebung
Infos
(kastriert)



