Baretta

Beretta kam im Februar 2026 als Angsthündin auf eine erfahrene Pflegestelle nach Deutschland. Hier lebt sie mit ihren Menschen und zwei weiteren Hunden sowie Hühnern zusammen. Die ersten Tage verbrachte sie geduckt in einer Ecke und wäre am liebsten unsichtbar geworden.
Doch diese Zeiten sind vorbei – Beretta fasst langsam Vertrauen. Sie sieht das Haus inzwischen als ihren sicheren Rückzugsort an und kommt drinnen immer mehr aus sich raus. Wenn die Pflegeeltern nach Hause kommen, freut sie sich immer sehr und führt fast schon einen kleinen Freudentanz auf. Auch lässt sie sich inzwischen von ihren Bezugspersonen sehr gerne streicheln und fordert das auch ganz sanft ein.
Beretta lebt auf ihrer Pflegestelle problemlos mit zwei Rüden zusammen. Sie sucht zwar nicht aktiv deren Nähe, aber sie beobachtet deren Verhalten sehr genau und hat sich viel Positives von den anderen Hunden abgeguckt. Inzwischen geht Beretta – gut gesichert – schon recht gerne spazieren. Besonders wenn ihre Hundekumpels mit auf den Spaziergang gehen. Radfahrer, Autos und Spaziergänger hat sie in der kurzen Zeit bereits als ungefährlich eingestuft. Laute Geräusche, Jogger, Kinder oder große LKW/Traktoren sind ihr noch unheimlich. In ruhigen Gegenden kann Beretta auch längere Spaziergänge schon gut genießen, schnüffelt ausgiebig und läuft entspannt.
Aktuell geht sie mit Schleppleine in den Garten. Hier fühlt sie sich aber noch nicht sehr wohl und will meist schnell wieder ins Haus. Dann kreiselt sie um ihre Menschen herum, aber auch hier macht sie tolle Fortschritte und wird ruhiger. In ihrem Garten leben auch Hühner, an denen Beretta gar kein Interesse zeigt. Auch Jagdtrieb ist nicht zu erkennen, und vor einem vorbeirennenden Reh oder Hasen hat sie eher Angst, als dass sie hinterher möchte. Auch souveräne Katzen hat Beretta schon kennenlernen dürfen und zeigte keinerlei Interesse.
Das Alleinsein, auch ohne ihre Hundekumpels, meistert sie mit Bravour. Und auch das Ein- und Aussteigen in ein Auto macht ihr nichts aus. Jedoch die Fahrt selbst stresst sie noch etwas und muss trainiert werden.
Beretta ist eine ganz sensible Hündin, die immer mehr lernt, aus sich herauszukommen und zu vertrauen, und die endlich in ihr Leben starten darf. Für Beretta wünschen wir uns feinfühlige und ruhige Menschen, die möglichst schon Erfahrung mit ängstlichen Hunden haben und keine sofortigen Ergebnisse fordern, sondern Beretta Stück für Stück begleiten. Es ist egal, wie langsam oder zaghaft der Weg erscheint, denn jeder einzelne Schritt bedeutet für sie Fortschritt und Wachstum, den sie selbst spürt und zeigt.
Ein souveräner Ersthund, bei dem sie sich noch einiges abgucken kann und der ihr Sicherheit gibt, ist Bedingung für ihre Vermittlung. Wenn du dir vorstellen kannst, Beretta zu begleiten – nicht nur aufzunehmen, sondern wirklich zu begleiten – dann melde dich bei uns. Sie wartet schon so lange.
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(kastriert)




