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Aladin (HSH-Hilfe e.V.)

-Steht nicht mehr zur Vermittlung-

Auch Aladin ist einer der Hunde, der im Tierheim und in einer von dort aus vorgenommenen Vermittlung völlig missverstanden wurde. Er war im Tierheim bei nahezu allen unbeliebt, galt als aggressiv, unberechenbar und man musste im Umgang mit ihm – abhängig von seiner Tagesform -ausgesprochen vorsichtig sein. Aladin litt bei seiner Ankunft unter blutigen, wässrigen Durchfall, den er im regelmäßigen Abstand von ca. 5 Tagen bekam. Seine Kopfhaltung, seine Augen, der Rücken….sehr vieles deutete darauf hin, dass er Schmerzen hatte, so dass seine aggressiven Momente für uns mehr als nachvollziehbar waren. Er war körperlich in so einer schlechten Verfassung, dass das Tierheim ihm eine Kastration nicht zumuten wollte.

Mit der Übernahme in die HSH-Hilfe e.V. bekam er auch einen neuen Namen: Aladin, damit er sich mit seiner Wunderlampe ein neues schönes Leben wünschen (und bekommen ;-)) kann.

Heute ist er seiner Bezugsperson gegenüber überaus verschmust, hat bestens zugenommen, seine Futteraggression hat sich verringert, er zeigt  keinerlei Unberechenbarkeit und entwickelt sich zu einem absoluten Schatz – selbstverständlich mit all den typischen Kangal-Eigenschaften. Die Durchfallprobleme hatten sich ganz schnell erledigt, sobald sich Alaldin bei uns in Sicherheit, willkommen und geliebt gefühlt hat. Sie waren rein psychosomatisch bedingt. Dies ist aber auch nach wie vor Aladins Problem: er ist ein extremes Sensibelchen und alle Neuerungen bringen ihn vollkommen aus dem Konzept und schaden ihm körperlich.

 

Seine letzte Reise trat Aladin am 11.05.2012 an. Und irgendwie fehlen die passenden Worte für diese überaus sensible Persönlichkeit. Oder vielleicht gibt es doch etwas in seinem Namen zu sagen? Wenn Aladin etwas den Menschen mitteilen und hinterlassen möchte, neben den bleibenden Erinnerungen und seinem Platz in unserem Herzen, ist es sicherlich dies:

Lasst Euch nicht täuschen von einem auf den ersten Blick aggressiv wirkenden Verhalten. Wer mit Härte dagegen vorgeht, wird die Aggression nur noch anheizen. Richtig und fair ist es dagegen, sich empathisch in den jeweiligen Hund hineinzuversetzen und zu begreifen, dass er nur aufgrund seiner Sensibilität und Überforderung in ein übergriffiges Verhalten regelrecht gezwungen wird. Wer jedoch mit Feingefühl, Verständnis, Liebe und Souveränität sich auf solche Persönlichkeiten einlässt, dem offenbart sich die Faszination eines unglaublichen Wesens.  Das ist mein Erbe für so viele Unverstandene… Gebt ihnen eine Chance, wie auch ich sie bekam!

 

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