weitere Möglichkeiten, die Hilfe für HSH e.V. zu fördern

Archiv: Dezember 2016

Lisbeth (Hilfe für HSH e.V.)

Lisbeth (Hilfe für HSH e.V.) Name: Lisbeth
Rasse: Schäferhund-Mix
Alter: geb. 2007
Geschlecht: weiblich, kastriert
Besonderheiten: sanft, vorsichtig, verträglich

Kontakt: Hilfe für Herdenschutzhunde e.V., Mirjam Cordt, Tel: 06734-914646, oder 0170-4466354, email
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Lisbeth ist eine ganz entzückende, sanfte Hundedame. Sie ist beim Menschen noch vorsichtig, weicht ab und an noch zurück, aber man sieht ihr an, dass sie doch eigentlich den Kontakt so gerne hätte. Bleibt sie stehen, so dass man sie streicheln kann, dann drückt sie ihr Köpfchen schwer in die Hand und saugt die Zuwendung förmlich auf.

Sie versteht sich mit anderen Hunden, ist aber in neuen Kontakten auch bei ihnen erst einmal vorsichtig. Es ist so schön zu sehen, wie sie bei uns zunehmend auftaut und vereinzelt sogar den anderen spielenden Hunden hinterherläuft. Jedoch scheint sie anschließend immer ein wenig über sich selbst erschrocken, dass sie gerade so aus sich herausgegangen ist.

Nun wartet unsere zarte Lisbeth auf ihre Familie, die erkennt, welches entzückende Juwel in ihr schlummert.

Lisbeths Patengemeinschaft:

Wer möchte in LISBETHS Patengemeinschaft sein?
Die Gemeinschaft macht es möglich und so könnten die monatlichen Kosten von durchschnittlich auf € 357 von 71 Unterstützern à € 5 getragen werden, oder von 36 Unterstützern á € 10 oder 18 Unterstützern á € 20 oder oder oder… Sie sehen, jeder Euro hilft uns weiter in der Versorgung der Hunde und wir zählen auf jeden von Ihnen.

Lieben Dank im Namen von LISBETH.
Das Patenschaftsformular finden Sie hier!

Ludmila (Hilfe für HSH e.V.)

Ludmila kam, wurde gesehen und gewann sofort das Herz von Julia: am 10.09.2017 zog sie um. Sie lebt nun mit drei weiteren, ehemaligen Schützlingen (Mugs, Tiptoe und Manopi) unseres Vereins zusammen und verbreitet konstant gute Laune. Und wenn wir sehen, wie großartig dieses Quartett zusammengewachsen ist, dann sollte es genauso sein. Genau diese vier sollten zu Julia! 

Und weil die Hunde so zusammengewachsen sind, ist auch das Happy End von Ludmila und Manopi zusammengefasst 😉

Hier die Zeilen aus dem neuen Zuhause:
Ich habe Ludmila das erste Mal ein paar Tage nach ihrer Ankunft bei der Hilfe für Herdenschutzhunde e. V. gesehen  und mein erster Gedanke war: das ist mein Hund. Dann kam – glücklicherweise nur kurzfristig – die Vernunft ins Spiel. Ludmila wäre zu diesem Zeitpunkt mein fünfter Hund gewesen, dann noch so groß und der dritte Herdenschutzhund… nein, nein, nein, das geht doch nicht :-).

Irgendwann sagte mir Mirjam dann ganz nebenbei, dass sie gleich noch einen Interessenten für Ludmila zurückrufen muss. Ohhhh nein, „mein Mädchen“ durfte doch nirgendwo anders hin – also Herz über Kopf! Und so kam es dann, dass Ludmilchen im September 2017 bei uns eingezogen ist.

Sie ist eine absolute Zuckerschnute und wir wissen gar nicht mehr, wie es ohne sie war. Ludmila ist freundlich zu anderen Hunden, mag Menschen und ist ein alberner Quatschkopf. Wenn sie grinsend und vor lauter Freude mit dem ganzen Popo wackelnd durch die Gegend rennt und Bocksprünge macht, dann läuft mir das Herz über vor Glück.

Nach Mugs und Tiptoe nun mein dritter Herdenschutzhund aus dem Tierschutz und ich habe mich irgendwann gefragt, ob sie eigentlich alle so wundervoll sind – ja, sie sind es!

Und so kam eines zum anderen – in meiner Hundegruppe wurden innerhalb von eineinhalb Monaten zwei Plätze frei – und wer das Hundetestament kennt, der weiß, kein Platz sollte frei bleiben. Manopi hat sich eines der Plätzchen geschnappt 🙂  Sie ist ein Kangal-Mix Mädchen und bei ihr gilt: „nomen est omen“. Manopi bedeutet „wundervoll“ und das ist sie auf ganzer Linie! Fremden Menschen gegenüber ist sie neutral. Die Menschen, die sie lieb hat, müssen ihre Öhrchen kraulen – am liebsten den ganzen Tag. Wenn man damit aufhört, rückt Manopi ein Stück näher an einen heran – und wir wissen natürlich genau, was dann zu tun ist 🙂

Sie ist ein in sich ruhender Hund und lässt sich so schnell von nichts beeindrucken. Wenn Ludmilchen manchmal eine kleine Diva ist und rumknottert, dann schaut Manopi mich nur an nach dem Motto: „die jungen Dinger“ und läuft weiter. Manchmal glaube ich, sie schüttelt den Kopf ;-).

Wenn mir vor zwei Jahren jemand gesagt hätte, dass irgendwann einmal vier Herdenschutzhunde bei mir leben – ich hätte ihn für verrückt erklärt. Und jetzt – ich kann mir nichts anderes mehr vorstellen und Plätzchen Nummer fünf wird noch in diesem Jahr wieder besetzt!

S0605294 Name: Ludmila
Rasse: Carpatin
Alter: 2013
Geschlecht: weiblich, kastriert
Besonderheiten: sehr verschmust, verträglich

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Ludmila ist endlich in Sicherheit. Und diese Sicherheit ist ihr absolut bewusst und so glücklich darüber, so dass es keine Minute gibt, in der sie nicht über das gesamte Gesicht strahlt und lustigen Bocksprünge macht – vor lauter Lebensfreude.

Ludmila ist zu Menschen unfassbar lieb und vertrauensvoll, selbst das Baden ihres sehr verschmutzten Fells und das Herausschneiden der engen Filzplatten ließ sie lieb über sich ergehen. Was heißt: „über sich ergehen“? Sie hat diese Fürsorge sehr genossen!

Sie lebt bei uns mit bei zwei Rüden zusammen und ist im Freilauf mit einem weiteren Rüden und einer Hündin zusammen.

Calanthia (Hilfe für HSH e.V.)

Wir wussten sowieso, wie wunderschön Calanthias Seele ist, aber wir hatten Sorgen, dass dies viele nicht erkennen, sondern sich an ihrem doch speziellen Äußeren stören würden ist. Aber Kerstin und ihre Familie wußten, wohin sie schauen müssen … zudem ihre „Besonderheit“ ihrer Schönheit ohnehin keinen Abbruch tut. Ein wahres „Fellgesicht“ 😉  Und so zog Calanthia am 31.05.2017 in ihre neue Familie zu drei weiteren Hunden.

Zeilen aus ihrem Zuhause

Mein Mann sagt ich soll mich kurz fassen, weil niemand so viel lesen möchte, aber ich finde das alles wichtig und könnte noch viel mehr von Calanthia schwärmen…

Aber hier eine Kurzfassung, für alle, die es nicht soooo genau wissen möchten:

Am 31.05.2017 ist Calanthia bei uns (drei Menschen und vier, inzwischen leider nur noch drei, weiteren Hunden) eingezogen und wir sind sehr glücklich mit ihr. Sie ist ein Traum von einem Hund.

Auch Calanthia scheint happy zu sein und liebt ausgiebige Streicheleinheiten, die Spaziergänge und ihren Lieblingsplatz im Bett. Mit Freude sucht sie ihr Frühstück im Garten. Hat allerdings etwas gedauert, bis sie den Sinn dahinter verstanden hat. Sie hat mich angeschaut, als wollte sie sagen: „Du musst es nicht wegwerfen, ich würde es gerne haben!“.

Nicht so gerne mag sie Katzen, dann sind die auch noch so frech und kommen in ihren Garten. Die Nachbarn könnten ihre Pferde auch ruhig abschaffen, braucht Calanthia nicht zu ihrem Glück!

  • Vielen Dank an die Hilfe für HSH e.V., dass wir diesen besonderen Schatz hüten dürfen und ihr weder Kosten noch Mühen gescheut habt, um ihr die Chance auf ein neues Leben zu geben. Danke von ganzem Herzen, dass sie weiter leben durfte.
  • Ein riesen Dankeschön an die Tierschützer in der Türkei, die erste Hilfe geleistet haben und vor deren täglicher Arbeit ich Hochachtung habe. 
  • Die medizinische Versorgung in der Tierklinik Hofheim darf natürlich auch nicht vergessen werden. Danke dafür, dass das scheinbar Unmögliche möglich gemacht wurde!
  • Tausend Dank auch an alle Spender, die die Hilfe für HSH e.V. finanziell unterstützen und somit auch an Calanthias Rettung beteiligt waren.
  • Lieber Markus, lieber Paul-Marlon, euch danke ich, dass ihr mit mir meinen Traum lebt und mich unterstützt. Ich weiß, dass ihr dafür auch auf das Ein oder Andere verzichtet.

Viele Menschen zusammen  haben etwas Großartiges geschafft. Danke an alle, die nicht wegschauen!!!

 

Und für alle, die diese Happy-Ends so sehr lieben wie ich, folgt hier die ausführlichere Version:

Ich habe bei der Veranstaltung „Mit der Hilfe für HSH e.V. durchs Jahr“ im Oktober 2016 von Calanthia gehört und ihr Schicksal hat mich sehr bewegt. Zwar hört, oder liest man die schrecklichsten Dinge, die Menschen anderen Lebewesen antun, da ist „einfach nur“ überfahren werden ja noch relativ harmlos. Und vielleicht war es ja auch tatsächlich ein Unfall…..? Aber die Vorstellung, dass Calanthia mit unvorstellbaren Schmerzen unversorgt einfach liegen gelassen wurde,  hat mich erschüttert.

Zu Hause habe ich meiner Familie gleich von Calanthia erzählt.

Als ich mich im November mit Mirjam über sie unterhalten habe, war ich sehr froh zu hören, dass sie sich so gut erholt und ihre Verletzungen schnell heilen. Erschrocken war ich dann, als ich meinte, dass ihr ja dann zu ihrem Glück nur noch eine Familie fehlen würde, worauf Mirjam antwortete, dass Calanthia immer „etwas anders“ aussehen würde und sie es deshalb schwer haben würde ihre Familie zu finden.

Aber was ist Schönheit? Calanthia ist wunderschön! Wenn die Augen der Spiegel der Seele sind, dann kann man in ihrem Auge so viel mehr sehen, als bei ganz vielen anderen in beiden Augen zusammen.

Calanthia ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Im Dezember nach dem Training bei DOG-InForm sind wir an der Pension vorbei gelaufen und da habe ich Calanthia zum ersten Mal live gesehen. Ich war ganz begeistert und habe ständig nachgeschaut, ob sie nicht schon zur Vermittlung vorgestellt wurde. Wurde sie dann am 19. Dezember. Natürlich wollte ich sie unbedingt kennenlernen. Mein Mann hat zwar direkt gesagt, dass sie kein neues Familienmitglied werden wird, weil wir genug Hunde hätten, aber mal besuchen wäre in Ordnung.

Ich musste mich einfach davon überzeugen, ob sie dem Bild entspricht, das ich mir in meinem Kopf von ihr zusammengebastelt hatte. Einen Tag vor Weihnachten konnte ich feststellen, dass sie noch viel wundervoller war, als ich mir das erträumt hatte. Ich wusste, dass sie bei uns einziehen würde….Und ständig fürchtete ich, dass sie mir jemand „wegschnappen“ würde. Es musste doch jeder bemerken, wie toll sie ist! Immer wenn etwas über sie in Facebook gepostet wurde, war mir ganz schlecht, weil so viele Menschen auf sie aufmerksam gemacht wurden und ich musste doch warten, bis alle Familienmitglieder sie adoptieren wollten.

 

Meinen Mann konnte ich überreden sie nach der Hundeschule immer zu besuchen und etwas Zeit mit ihr zu verbringen. Unser Sohn hat sie auch sehr schnell ins Herz geschlossen und wollte sie in seinem Zimmer wohnen lassen, sollte sie unsere anderen Hunde nicht mögen.

Natürlich war mein Mann auch ganz angetan von ihr, aber sein Kopf war der festen Überzeugung, dass man weder vier noch fünf Hunde braucht, um glücklich zu sein.

Er war sonntags nach den Besuchen regelrecht verzaubert von ihr, allerdings setzte sich der Kopf spätestens bis Montagmittag wieder durch. Jedoch brauchte der Kopf mit jedem Besuch immer ein wenig länger und Ende Mai, nachdem sie unsere Hunde bei Spaziergängen kennenlernen konnte, ist sie bei uns eingezogen.

 

Wir hatten die Wohnung mit Gitter in zwei Bereiche geteilt. Am ersten Tag haben wir noch ein Gitter mehr verbaut, da direkter Kontakt am Gitter von Calanthia nicht erwünscht war. So konnten sich die vierbeinigen Familienmitglieder, mit dem Flur als Sicherheitszone dazwischen, immerhin anschauen.

Bei den Spaziergängen war alles super, links Calanthia, rechts ein Pitbull, bis etwas Calanthias Aufmerksamkeit erregt hat. Kam z.B. eine Katze vorbei, ist Calanthia so in Rage geraten, dass sie sich an dem Hund auf der anderen Seite abreagiert hat, weil sie die Katze nicht haben konnte!

Um die entstehende Freundschaft der Hunde nicht zu gefährden, haben wir eben zwei weitere Gassirunden täglich eingeführt. Ob man sechs oder acht Runden geht, macht ja auch keinen großen Unterschied mehr.

Nach vier Monaten konnte Calanthia schon mit einem der Hundemädels im gleichen Zimmer sein, wobei Nukke ihr deutlich lieber ist. Scheinbar sprechen sie die gleiche Sprache, unsere türkische Hinkebeinchen-Gang! Saba`s etwas plumpere Art (ist nicht böse von ihr gemeint, Pitbulls sind nicht immer so feinfühlig, jedenfalls empfinden andere das nicht immer so) ist ihr noch etwas suspekt.

Unseren Rüden fand sie am Gitter gelegentlich ganz nett, aber manchmal wurde er auch noch angebellt. Er konnte damit leben, ärgerte sie manchmal sogar ein bisschen, der kleine Stinker. Dann rannte er zum Gitter, bellte einmal, dreht um und rannte wieder weg.

Wir sahen also Fortschritte, und freuten uns über jeden noch so kleinen. Immer wenn ich einen Anflug von Zweifel verspürte (wenn z. B. Jemand sagt, dass man zu „Kampfhunden“ keinen Herdenschutzhund holen kann, es wäre eine „explosive Mischung“), hörte ich mir „Denken sie groß“ von Deichkind an und war wieder überzeugt, dass die Gitter irgendwann nicht mehr nötig sein werden und sie auch mit Hundekumpel auf der anderen Seite an Katzen vorbei laufen wird.

Auch sehe ich täglich, dass sie unser Bett jedem großen Gelände (ob mit oder ohne Schafherde) zum Bewachen vorzieht. In den Garten möchte sie nur, wenn von uns Menschen jemand dabei ist.

Sie benimmt sich im Haus so vorbildlich, dass man nicht glauben kann, dass sie auf der Straße gelebt hat. Sie würde nicht auffallen, wenn nicht überall ihre Haare rumfliegen würden ;-)….

Wenn man Hunde im Katalog nach den genauen Wünschen zusammenstellen und bestellen könnte, dann würde ich Calanthia genauso wählen wie sie ist. Ich wüsste nicht, was man sich mehr wünschen könnte. Sie ist ein Traum!

 

Bereits im Dezember 2017 haben wir die Gitter, mit denen wir die Hunde zunächst noch voneinander trennten, nur noch dann, wenn keiner zu Hause war, oder Calanthia nicht zur Ruhe kam. Sie konnte dann sogar schon im selben Raum sein, wenn die drei anderen wild und laut miteinander spielen.

Sie spielt auch gerne, aber dann nur mit einem. Auch merkt man immer mehr, dass sie die Nähe von Mick, Saba und Nukke genießt  und nicht nur erträgt. Sie fährt gerne Auto und im Kofferraum darf ein weiterer Hund auch schon mitfahren. Deshalb kann sie wieder mit Saba zusammen Gassi gehen. Dazu fahre ich noch die paar Meter aus dem Ort, weil ich Hundebegegnungen noch gerne in weiterem Bogen ausweichen möchte….

Letztens sind wir einen Weg gelaufen, den Calanthia noch nicht kannte und wir kamen an einer Pferdekoppel vorbei. Saba weiß, dass dort Pferde sind, ich weiß das, aber ich habe nicht daran gedacht, dass Calanthia das noch nicht wissen kann! Saba lief eine Leinenlänge (3 Meter) voraus und Calanthia 3m hinter mir, als sie die Pferde entdeckte! Sie schoss also die 6 Meter nach vorne und ich habe mich in Gedanken schon bei Saba entschuldigt, dass sie wegen meiner Schusseligkeit „eins auf die Mütze bekommt“, während ich versucht habe,  beruhigend auf Calanthia einzureden und ihre Leine kürzer zu fassen. Ich war überglücklich, als Calanthia keinerlei  Anstalten gemacht hat, ihre Erregung an Saba abzureagieren, sondern nur die Pferde angebellt hat.

Saba, die ihrer neuen Freundin natürlich gerne zur Seite stehen wollte, suchte nach dem Grund für die Aufregung, konnte ihn jedoch nicht ausfindig machen 😉 …

Ab Dezember ging die Integration plötzlich ganz schnell voran, damit hätte ich gar nicht gerechnet. Ich bin sehr glücklich darüber und die ersten etwas umständlicheren und zeitintensiveren 6 Monate haben sich allemal gelohnt: Eine glückliche und zufriedene Hundegruppe!

Wie sagt das Navi immer so schön?

„Sie haben Ihr Ziel erreicht!“

 

Calanthia (Hilfe für HSH e.V.) Name: Calanthia
Rasse: Kangal
Alter: ca. 2010
Geschlecht: weiblich, kastriert
Besonderheiten: extrem verschmust, noch unsicher mit anderen Hunden

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Eine angefahrene, schwer verletzte Hündin, ihre rechte Gesichtshälfte und ihr Auge wurden massiv verletzt, sie hat von den Autorädern drei große Spuren auf ihrem Körper, ein Vorderbein ist mehrfach gebrochen. Ein Wunder, dass sie überlebt hat und ihre Wirbelsäule heil geblieben ist.
Wie soll man dieses Wesen nennen, bei dem es auf den ersten Blick aussichtslos erscheint, zu operieren? Bei dem sehr gewissenhaft abgewogen werden muss, ob nicht einschläfern die bessere Alternative wäre?
Wir haben diese tapfere Hündin „Calanthia“ genannt. Denn Calanthia mit der Bedeutung „wunderschöne Blume“ hat uns deutlich gezeigt, dass für sie der Tod keine Option ist. Sie will LEBEN. Sie will leben und wieder zu einer wunderschönen Blume werden.

Die Entwicklung von ihr ist atemberaubend. Ihre Wunden sind regelrecht im Zeitraffer geheilt, nur noch eine – die größte an der Schulter – ist noch nicht ganz zu.
Sie nutzt ihr operiertes Bein noch nicht ganz korrekt, was aber an der stabilisierenden Platte liegen kann, die zunächst notwendig war. Sie wird demnächst in einer weiteren OP entfernt.

Nun muss unser „Blümchen“ weiter gegossen werden und sucht Paten, die ihr das Wasser reichen 😉

Und freut sich natürlich auch auf ein neues Zuhause. Sie sollte jedoch erst dann umziehen, wenn auch die Platte in ihrem Bein entfernt worden ist und die Tierärzte grünes Licht gegeben haben!

 

Lama (Hilfe für HSH e.V.)

Erstes Kommt es anders und zweitens als man denkt 😉

Wir bekamen Besuch von Interessenten… für eine Kangal-Hündin. Und wer durfte dann am 03.05.2017 umziehen? Lama 🙂 Kein Kangal-Mädchen, aber Lama hat auf ganzer Linie überzeugt, es hat einfach „Zoooom“ gemacht 😉 Wir freuen uns unbändig für diese großartige Schatz, dass er verständige Menschen und so tolle neue Hundekumpels gefunden hat.

Zeilen aus dem neuen Zuhause.

Oftmals geht das Schicksal nicht vorhersehbare Wege und aus traurigen Ereignissen, ergeben sich neue Wege. So ist es uns nach einem unvorhergesehenen und sehr traurigen Abschied unseres Rüden Eli gegangen.
Seine Kangalfreundin Kaelyn war durch sen Verlust ziemlich aus dem Gleichgewicht und uns war klar, dass sie wieder einen Mithund braucht, der mit ihr laufen kann. An sich hatten wir die Hundedamen Mailin und Dilop ins Auge gefasst und am 02.05. stand dann der ersehnte Termin an, um die beiden Hundemädchen kennenzulernen.
Beide Hündinnen, so unterschiedlich und absolut liebenswert sie sind, haben uns zwar gefallen aber es waren Zweifel da, ob eine der beiden, den leeren Platz in unserem Rudel so füllen könnte, wie wir uns das erhoffen. Das berühmt, berüchtigte Bauchgefühl sagte nicht eindeutig ja.
Im Vorfeld hatten wir bereits Lama im Internet gesehen und kurz entschlossen, baten wir darum, ihn kennenlernen zu dürfen. Da war er dann, der Funke, der da sein sollte, wenn so eine wichtige Entscheidung fällt und uns war innerhalb von wenigen Minuten klar, dass er die richtige Wahl für uns ist und wir hoffentlich auch für ihn.
Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Cordt für den enormen Zeitaufwand, den das Kennenlernen der Hunde bedeutet und für das in uns gesetzte Vertrauen.
Die ersten 2-3 Tage waren für Lama eine große Herausforderung, was ja auch zu erwarten war. Wir müssen übrigens beichten, dass der bei uns Ajani heißt. Ajani bedeutet Sieger und da er jeden Tag über seine Ängste siegen muß, fanden wir das passend.
Ajani kam recht schnell draussen zurecht und hat sich unglaublich schnell in unser Rudel eingefügt. Es ist wahnsinn, wie liebevoll Hok’ee, Kaelyn und er miteinander umgehen und selbst der Rollstuhl unserer gelähmten Aaliyah stört ihn nicht.
So schnell die Fortschritte draussen waren, so schwer hat er sich im Haus getan und das ist für ihn auch immer noch schwierig. Alltagsgeräusche sind für ihn problematisch und freie Bewegung in geschlossenen Räumen ist noch eine Herausforderung.
Gerade in den letzten Tagen hat er aber einen Turbosprung nach vorne gemacht. Er freut sich wie wild, wenn wir nach Hause kommen, seine Individualdistanz draussen ist komplett geschrumpft, er kommt auf Zuruf und die Überwindung der Tore/Türen klappt jeden Tag besser.
Kaelyn und Hok’ee hatten noch nie soviel Spaß mit einem Hundekumpel und es wird soviel gespielt, dass man keinen Film braucht und nur zuschauen könnte.
Wenn die beiden mal keine Lust haben, holt Ajani sich ein Spielzeig und spielt ganz alleine vor sich hin.
Wir sind sehr froh, dass wir mit Ajani zusammen seine Welt entdecken können und dass wir ihn auf dem Weg begleiten dürfen. Er ist eine so sanfte Seele und jeder kleine Hürde, die er nehmen kann, um sich freier zu entfalten, ist ein riesen Erfolg.
Wir hoffen, dass er nach und nach in der Lage sein wird, ein komplett unbeschwertes Leben zu führen.

 

Lama (Hilfe für HSH e.V.) Name: Lama
Rasse: Kangal
Alter: Oktober 2014
Geschlecht: männlich, kastriert
Besonderheiten: noch unsicher, taut aber recht schnell auf, sehr lieb, verträglich

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Lama ist anfangs noch schüchtern, dabei nie aggressiv. Hat er Vertrauen zu seinen Menschen gefasst, so lässt er sich gerne von ihnen anleiten und ist dann auch verschmust. Er ist sehr verträglich mit anderen Hunden und spielt gerne mit ihnen. Optimal ist für ihn eine neue Familie, in der bereits ein Hund ist, an dem er sich orientieren kann.

Lama war bereits für zwei Wochen vermittelt und hat sich den Menschen recht schnell angeschlossen, hat sich mit der Katze vertragen und benahm sich bestens im Haus. Warum er dann doch zurückkam? Wie heißt es doch: „Es kann der Beste nicht in Frieden leben wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“… Der Nachbar hatte tatsächlich gezielt mit böser Absicht zwei Böller auf ihn geworfen, so dass Lama regelrecht traumatisiert war und nur draußen noch überall feindliche Übergriffe  wähnte. Auch wenn seine Menschen sofort bereit waren, das Haus zu verkaufen (so wird auch sein Kumpel Mavi geschützt, der mit ihm vermittelt worden war), was aber nun ja auch nicht von heute auf morgen so schnell geht, so erholte sich Lama nicht mehr von dem Schock. Hier war er wieder wie ausgewechselt und überglücklich seine Freundinnen Dilop und Ludmila zu sehen. Er war wieder der alte, oder nein – nicht ganz! Er hat sogar einen ordentlichen Schub in seiner Entwicklung gemacht und albert mit Begeisterung mit seinen Freunden herum und ist zutraulicher geworden.

Dilop (Hilfe für HSH e.V.)

Es ist nicht so, dass sich nie einer für Dilop interessiert hätte, aber entweder sprang bei den Interessenten der Funke nicht über, oder Dilop „entflammte“ nicht für die Menschen. Bis IHRE Familie in ihr Leben trat: Hier stimmte von Anfang an die Chemie auf beiden Seiten, uns war sofort klar, dass hier sich mal wieder das perfekte Team Mensch und Hund gefunden haben, und so zog Dilop am 10.August 2017 um.

Zeilen aus dem neuen Zuhause

Dilop ist ein echter Clown, intelligent und weiß wie sie uns um den Finger wickelt. Wir sind sehr froh, nach der Trauer über den Verlust der Vorgänger, wieder Leben im Haus zu haben.
Nach kurzer Eingewöhnung ist sie hier der Chef im Haus, auch der Nachbarkatze hat sie mitgeteilt, dass für sie hier kein Platz mehr ist.

10 Tage nach Dilops Einzug ist Sharif unser Pflegefall eingezogen. Sharif ist ein sehr ängstlicher Rüde. Nachdem die Lage von Dilop sondiert wurde, darf der Pflegefall auch auf ihrer Matratze schlafen. Wir sind zuversichtlich, dass die beiden in Zukunft ein gutes Team bilden.

 

 

Dilop (Hilfe für HSH e.V.) Name: Dilop
Rasse: Kangal
Alter: Oktober 2014
Geschlecht: weiblich, kastriert
Besonderheiten: verschmust und verträglich

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Dilop ist ein überaus liebenswertes Kangal-Mädel. Sie ist super verschmust, liebt den Kontakt zu ihren Menschen, ist verträglich mit anderen Hunden, auch wenn sie anfangs ein wenig unsicher ist. Aber ist das Eis gebrochen, dann spielt sie auch gerne mit ihnen und ist einfach ein tolles Herzchen.

Sie ist ein „Anfänger-Kangal“ und besticht durch so nette Eigenschaften. Jetzt muss nur noch IHRE Familie auf sie aufmerksam werden…

Hilfe fuer Herdenschutzhunde e.V.
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