weitere Möglichkeiten, die Hilfe für HSH e.V. zu fördern

Anni (TH Ludwigsburg)

Anni_01 Name: Anni
Rasse: Malinois
Alter: geb. 19.Oktober.2016
Geschlecht: weiblich / kastriert
Besonderheiten: verspielt, sensibel

Kontakt: Tierheim Ludwigsburg, Ursel, Gericke, Tel.: 07141 – 25 04 10, email
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Was unsere bildhübsche Malinoishündin Anni erlebt hat kann man kaum fassen.

Anfang Februar 2020 wurden wir von einer privaten Tierschutzorganisation um Hilfe gebeten. Es ging um eine völlig verstörte, aus Panik um ihre Welpen aggressiv gewordene Malinoishündin, die in ihrem Leben schon mindestens vier Mal ihr Zuhause verloren hat und kurz vor und während der Geburt ihrer Jungen dreimal den Pflegeplatz wechseln musste. Mithilfe der Chipnummer, dem Impfpass und einer Steuermarke konnten wir zumindest herausfinden, dass Anni ihre ersten beiden Lebensjahre bei einer Familie mit Kindern und Hunden verbracht hat.

Nach mindestens zwei Platzwechseln landete die Hündin dann bei einer Animal Hoarderin und wurde dort von einem Altdeutschen Schäferhund gedeckt. Als Anni bereits hochträchtig war, wurde sie von einer Tierfreundin dort weggeholt und an einen Pflegeplatz gebracht. Dort hat sich die gestresste Hündin, die sich kurz vor der Geburt befunden hat, nicht mit den vorhandenen Tieren vertragen und musste wieder weg.
Die ersten Welpen sind dann wohl im Auto zur Welt gekommen und Anni wurde mit sechs neugeborenen Welpen notfallmäßig im Badezimmer einer Tierschützerin untergebracht.

Anni war jetzt so durcheinander und um Sorge um ihre Welpen, dass sie alle Personen angriff, die sich dem Badezimmer näherten.
Erst vierundzwanzig Stunden später kam sie etwas zur Ruhe und brachte fünf weitere Welpen zur Welt. Nachdem sich die Hündin immer aggressiver wurde und nach allen Personen schnappte, die sich dem Badezimmer näherten, war klar, dass sie dort nicht bleiben konnte.
Wir erklärten uns bereit, die Familie zu übernehmen und richteten eine große Box in unserer Quarantänestation ein.
Amy zog ein, war aber bereit, ihre Jungen mit ihrem Leben zu verteidigen, griff jeden sofort an, der sich der Box näherte. Es hat eine ganze Woche gedauert, bis sich die Hündin von uns anfassen ließ.

Wir fütterten Amy täglich geduldig von Hand durch das Gitter redeten mit ihr und versuchten, ihr klarzumachen, dass keine Gefahr für die Welpen bestünde. Um die Welpen zu wiegen und anzuschauen, musste Amy in den Außenbereich verbannt werden. Als die Hündin in den ersten Tagen auf die angrenzende Wiese gelassen wurde, mussten wir Schutzkleidung anziehen, um nicht gebissen zu werden.

Nach ca. einer Woche stellte die Anni ihr Verhalten schlagartig um. Sie begrüßte ihre Bezugspersonen, ließ sich anfassen, genoss die ersten Spaziergänge und rannte im eingezäunten Garten wie verrückt herum. Mittlerweile ist Anni ein ganz normaler, verspielter, sensibler Hund geworden.

Sie geht perfekt mit ihren Welpen um, ist eine souveräne, geduldige Mutter und sie hat verstanden, dass die ganze Familie bei uns in Sicherheit ist.

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