weitere Möglichkeiten, die Hilfe für HSH e.V. zu fördern

Tagik (RespekTiere e.V.)

Tagik_03 Name: Tagik
Rasse: Zentralasiatischer Owtscharka-Mix
Alter: geb. 02.03.2013
Geschlecht: männlich / kastriert
Besonderheiten: verträglich mit Artgenossen und anderen Tieren, menschenbezogen, anhänglich

Kontakt: RespekTiere e.V., Martina Peters , Tel.: 02166 – 12 37 58, email
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Update September 2019

Seit Mitte August 2019 ist Tagik nun in Deutschland bei einer Herdenschutzhund erfahrenen Pflegestelle und lebt dort mit weiteren fünf Herdenschutzhunden bzw. Mischlingen. Für Tagik ist die Umstellung jedoch schwieriger als angenommen. Er kennt ja das Wohnen im Haus in dieser Form nicht, weder die räumliche Begrenzung noch das Leben in einer Hundegruppe und mit Katzen unter einem Dach. Leider hat unsere Pflegestelle auch nur begrenzte Möglichkeiten, ihm zwischendurch die nötige Ruhe durch Abstand zu gönnen.

Im Umgang mit Menschen ist der große Bär ruhig und lieb. Auch wenn er hin und wieder den HSH-typischen Eigensinn an den Tag legt, ist er dabei immer ein sanfter Riese. Tagik zeigt sich seinen Menschen gegenüber sehr anhänglich, verschmust, freundlich und dankbar für jede Zuwendung. Er lässt sich anleiten und lernt schnell. Alle Tierarztbesuche sind bisher unkompliziert verlaufen und auch in vielen anderen Situationen bleibt er gelassen. Er ist sehr neugierig, hat den rassetypischen Bewegungs- und Erkundungsdrang und verhält sich auf Spaziergängen ruhig. Doch der Große braucht eine Aufgabe. Er hat gelernt, seine Familie mit Haus und Hof zu beschützen und genau das möchte er auch tun.

Umso wichtiger ist es, jetzt schnell ein richtiges Zuhause für ihn zu finden. Wir wünschen uns für Tagik ein Zuhause mit viel Platz zur freien Entfaltung. Optimal wäre ein Haus oder Hof mit großem Grundstück und angemessener Einzäunung. Die Nutzung des Freigeländes und der Kontakt zu seinen Menschen sollte uneingeschränkt möglich sein.

Wir wünschen uns für Tagik klare, souveräne Menschen, die optimalerweise schon mit den Eigenschaften und Charakterzügen des Herdenschutzhundes vertraut sind und somit nicht den uneingeschränkten Befehlsempfänger erwarten.
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Tagik ist ein wundervoller zentralasiatischer Owtscharka Mischling. Er wurde mit seinem Bruder als Welpe angeschafft, um das Feriengrundstück seiner reichen Familie in San Pantaleo in Nordsardinien zu bewachen. In den ersten Sommermonaten konnten sie ihr Leben in einem schönen Park mit Eseln und Ziegen verbringen. Für die beiden Brüder war der Himmel rosarot und sie verbrachten zusammen mit den Kindern der Familie eine unbeschwerte Junghundzeit.
 
Nach der Saison ist es üblich, dass die Tiere sich selbst überlassen werden, da man sie über Winter nicht mit in die Stadt nehmen kann. Dann springt in der Regel ein Hausmeister ein, der die Anwesen auch im Winter betreut und die Tiere alle paar Tage füttert. Wenn die Hunde Glück haben, dürfen sie frei bleiben. Auch Tagik und sein Bruder waren frei. Doch so ganz sich selbst überlassen begannen die beiden herumzustreunen, was zu Ärger bei den Nachbarn führte. Die beiden Hunde schürten durch ihre stattliche Größe Ängste bei den Leuten.
 
Sein Bruder wurde daraufhin erschossen und Tagik war auf sich allein gestellt. Es hagelte Beschwerden und Anzeigen, und die Familie wollte nicht Ihr Gesicht verlieren. So wurde beschlossen, dass Tagik wegmusste. Der Hausmeister wollte vermeiden, dass Tagik ein Schicksal in einem Zwinger oder gar einem der Canile erwartet und hat ihn kurzerhand dem marokkanischen Gärtner geschenkt.
 
Doch der Gärtner rechnete nicht damit, dass Tagik seinen Freiheitsdrang auch weiterhin ausleben wollte. Tagik nutzte jede Gelegenheit zu entwischen. Er lief kilometerweit zurück nach Hause. Dabei blieb er öfter mitten auf der Straße zu stehen, um Autos anzuhalten. Auch stöberte er auf fremden Grundstücken herum. Wahrscheinlich war er einfach nur auf der Suche nach Aufmerksamkeit und einer streichelnden Hand.
 
Wieder hagelte es Anzeigen, Verwarnungen bis hin zu Bußgeldern, was dazu führte, dass Tagik an die Kette gelegt wurde. Wir können von Glück sprechen, dass der Mann ein Tierfreund ist und er es nicht ertragen konnte, wie Tagik an seiner Kette leidet. So hat er uns gebeten, für ihn ein neues Zuhause zu suchen.

Bisher ist es uns nicht gelungen, vor Ort auf Sardinien eine adäquate Unterbringung für Tagik zu finden. Er lebt daher noch immer bei seinem Besitzer an der Kette. Bei unseren Besuchen stellen wir immer wieder fest, dass er durch diesen Bewegungsmangel kaum Kondition für Spaziergänge hat. Schon nach 20 min. ist er total erledigt. Wir wünschen uns daher sehr dringend einen artgerechten Platz in Deutschland. Auch eine Pflegestelle wäre sehr willkommen.

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Hilfe fuer Herdenschutzhunde e.V.
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