weitere Möglichkeiten, die Hilfe für HSH e.V. zu fördern

Buzi (HSH-Hilfe e.V.)

-Steht nicht mehr zur Vermittlung-

„Buzi“ heißt übersetzt „Geschenk“. Und das war dieser so besondere Hund! Jeder Sekunde mit ihm war ein einziges Geschenk!

Er war verletzt aufgefunden und in ein polnisches Tierheim gebracht worden. Dort erkannte ihn jemand und konnte seine Geschichte erzählen: Buzi hatte sein ganzes Leben lang einen Parkplatz bewacht. Bis er überflüssig und wie Müll auf die Straße geworfenwurde, als man den Parkplatz aufgab. Kurz darauf hatte Buzi einen Unfall.

Buzi hatte einen offensichtlich alten Bruch im Unterkiefer und schwächelte mit den Hinterläufen. Im Tierheim lebte er mit einem anderen Rüden zusammen, Lumumba, der mit Buzi in die Obhut der HSH-Hilfe e.V. reisen durfte. Beide mochten sich sehr und Buzi gab Lumumba Halt, so dass wir es nicht mit unserem Gewissen vereinbaren konnten, Buzi zu retten und Lumumba, ein „begehrtes“ Beissopfer zurückzulassen und damit den anderen Hunden zu überlassen.

Buzi war NICHT so liebenswert, wie er beschrieben worden war. Er war noch VIEL mehr! Verschmust, anhänglich, lustig, charmant, fürsorglich zu Lumumba …. diese Liste lässt sich ins Endlose fortführen. Und für uns umso weniger verständlich, dass so ein Juwel nicht schon längst seine Familie finden durfte. Es werden sicherlich die für uns so garnicht nachvollziehbaren Sprüche von wegen „fortgesetzten Alters… man weiß nicht, wie lang er lebt“ gewesen sein. Ohne zu bedenken, ihnen jedes Sekunde ohne ihn entgeht…

 

Da Buzi deutliche Atemgeräusche bereits bei Ankunft bei uns zeigte, die sich massiv verstärkten, sobald er sich aufregte, läuteten bei uns sofort die Alarmglocken und wir ließen ihn auf eine Kehlfopflähmung hin untersuchen. Da bei Abtasten bereits ein Schildrüsentumor zu spüren war und die „schwammigen“ Strukturen auf dem Röntgenbild seines Unterkiefers (der eine Eckzahn war rausgebrochen) auch eine tumoröse Veränderung hätten sein können, ließen wir ein CT vom Thorax und Kopf anfertigen. Die Diagnose war niederschmetternd:

Buzi hatte nicht nur eine Kehlkopflähmung und einen Schilddrüsentumor. Dieser drückte auch auf die Nerven für die Funktion des Kehlkopfes, so dass die Kehlkopflähmung auch daher kommen konnte. Zusätzlich hatte er noch einen 6cm großen Tumor in der Lunge (keine Metastasen). Allein das tumoröses Geschehen im Unterkiefer bestätigte sich nicht.

Jede OP wäre für sich schon groß gewesen. Kehlkopf-OP und die Behandlung (Entfernung, gegebenenfalls noch Chemo) gegen den Schilddrüsen-Tumor wären für Buzi zu rechtfertigen gewesen. Aber eine zusätzliche OP mit Brustkorböffnung, um den Tumor zu entfernen war nach Absprache mit den wirklich sehr einfühlsamen und kompetenten Ärzten nicht mehr fair für Buzi.

 

Die Kosten für diese umfangreichen Untersuchungen inklusive CT sind keine Pappenstiel und belaufen sich auf knapp € 1000. Aber was wäre die Alternative gewesen? Die Atemgeräusche und die Zubildung bei der Schilddrüse ignorieren und auf eine Wunderheilung warten? Es galt, sauber zu diagnostizieren, was Buzi so das Leben erschwert, um ihm helfen zu können oder ihm Leiden zu ersparen. Aber solch kostenintensive Untersuchungen können wir nur leisten, wenn Sie uns unterstützen. Bitte helfen Sie uns und all den „Buzis“.

 

Seine letzte Reise trat Buzi am 16. September 2011 an. Es wäre unfair gewesen, ihm diese drei sehr großen OP´s zuzumuten. Und garnicht zu operieren und ihn noch einige Tage in Sicherheit und in Liebe zu geben, wäre fahrlässig gewesen: Das Risiko der nicht operierten Kehlkopflähmung war ein qualvoller Erstickungstod. Wir mußten schnell handeln… Noch in der Narkose für das CT durfte Buzi gehen…

Und irgendwie können wir es immer noch nicht fassen. In den zwei Wochen bei uns hat er uns so verzaubert in seiner so extrem liebenswerten Art, dass er einfach fehlt. Seinen Kumpel Lumumba haben wir in eine neue Gruppe integriert, damit er wieder neuen Halt finden kann.

 

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