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Odiambo (Hilfe für HSH e.V.)

Odiambo (Hilfe für HSH e.V.) Name: Odiambo
Rasse: Kaukasischer Owtscharka
Alter: geb. ca. 2005
Geschlecht: männlich, kastriert
Besonderheiten:ausgesprochen mißtrauisch fremden Menschen und Situationen gegenüber

 

 

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Am 05.04.2016 mussten wir Odiambo schweren Herzen gehen lassen. Seine körperlichen Schäden, ausgelöst durch die schweren Misshandlungen bevor er in unsere Obhut kam, waren zu weit fortgeschritten.
Worte reichen nicht aus, die Trauer und Ohnmacht zu beschreiben, wenn ich an Odiambo denke. Er steht für so unendlich viele, dermaßen einzigartige und besondere Persönlichkeiten, die so oft verkannt werden. Die abgestempelt werden als: unberechenbar, nicht bindungsbereit, bösartig, extrem aggressiv. Odiambo hatte starke Schäden physisch und psychisch durch die massiven Misshandlungen zurückbehalten, und doch war er bereit, sich unserer Fürsorge hinzugeben. Er spürte, dass wir in sein Inneres geschaut haben und dort eine sehr empfindsame und verletzte Seele vorgefunden haben. Odiambo war überaus zärtlich und vertrauensvoll geworden, er hatte sich seinen eigenen Kosmos aufgebaut. Eine Welt, in der er Sicherheit und Liebe erfuhr.

Mein Ödchen – es war mir eine Ehre und übergroße Freude, dich ein Stück Deines Weges begleiten zu dürfen und zu zeigen, dass Menschen nicht nur bösartig, gehässig und beherrschungsgeil sind. Du warst einer der besten Lehrmeister, die man sich vorstellen kann. Danke, dass Du mir den Zugang zu Deiner Welt erlaubt hast.

In Liebe, Mirjam

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Was Odiambo alles erlebt haben mag, kann man nur erahnen. Wissen möchte man es zudem sicherlich sowieso nicht…

Wir haben oft mißhandelte und traumatisierte Tiere bei uns, aber Odiambo war nicht nur elendig heruntergekommen, sondern muß zudem die Hölle mehrfach hin und zurück erlebt haben. Seine vielfältigen Traumata sprechen eine deutliche Sprache.

Er war gesundheitlich sehr mitgenommen und sein Fell in einem unfassbaren Zustand. Da er Menschen gegenüber ausgesprochen mißtrauisch war, wurden alle Untersuchungen und das Scheren in Narkose erledigt. Inzwischen ist er gesundet, das Fell wieder nachgewachsen, auch wenn wir es regelmässig stutzen. Ein Teil seiner Traumata hat er überwunden. Nach wie vor ist er jedoch Fremden gegenüber extrem mißtrauisch, er braucht sehr lange, um Fremdes überhaupt zu tolerieren. Jeder neue Reiz lässt ihn nach vorne gehen oder im wahrsten Sinne des Wortes zusammenbrechen mit entsprechenden schwerwiegenden psychosomatischen Folgen. Das Training mit ihm ist sehr zeitaufwendig, trotzdem wird aus ihm nie ein „normaler“ Hund werden, die Schäden an seiner Seele sind einfach zu groß.

Odiambo genießt in seinem gesicherten Umfeld sein Leben, er ist glücklich mit Bekanntem und Bewährten, er wähnt sich bereits im Paradies und kämpft, nicht aus diesem vertrieben zu werden. Nun liegt es an uns, ihm zu zeigen, dass das Paradies weiter geht als nur bis zur nächsten Hausecke. Und dass es ein paar „Paradiesvögel“ mehr gibt als die, die er bisher kennen und lieben gelernt hat.

Video: Odiambo genießt die Wertschätzung

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